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(06.10.01 18:57) Die Abgeordneten des 4. Kongresses der Demokratischen Partei der Sozialisten Montenegros, DPS, wählten heute erneut Milo Djukanovic zu ihrem Vorsitzenden. Zu Vizevorsitzenden wurden Filip Vujanovic und Svetozar Marovic gewählt. Am Ende des Kongresses wiederholte Djukanovic, seine Partei setze sich für eine Fortsetzung des Dialogs zwischen Serbien und Montenegro ein, unter Teilnahme des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica. Er betonte, die DPS werde weiterhin auf die Förderung des inneren Dialogs in Montenegro beharren.


(06.10.01 19:01) Trotz des 6:2-Sieges über Luxemburg haben sich die jugoslawischen Fußballer nicht in die Endrund für die Weltmeisterschaft 2002 in Korea und Japan plaziert.


(06.10.01 17:26) Der Premier Serbiens, Zoran Djindjic, erklärte, die Regierung Serbiens werde das Funktionieren der Systeme der Elektrowirtschaft Serbiens gewährleisten und in Fällen der Gefährdung der vitalen Systeme eingreifen. Auf dem Parteitag der Demokratischen Partei, die ihn erneut zu ihrem Vorsitzenden wählte, sagte Djindjic, der Streik der Bergleute von KOLUBARA sei politisch motiviert, und kündigte an, die Regierung werde am Sonntag feststellen, inwiefern er in Einklang mit dem Gesetz stehe. Auf die Bitte hin, das neue Programm der Demokratischen Partei der Sozialisten Montenegros zu kommentieren, in dem die BR Jugoslawien nicht erwähnt und auf ein souveränes Montenegro beharrt werde, sagte Djindjic, politische Deklaration würden sich oft unterscheiden, und fügte hinzu, die Mehrheit der Bürger Montenegros werde entscheiden, welche Beziehungen sie mit Serbien haben werden.


(06.10.01 17:24) US-Präsident George Bush warnte das afghanische Taliban-Regime, dass die Frist ablaufe, die ihnen für die Auslieferung Osama Bin Ladens und der Mitglieder seiner Organisation „Al Kaida" gesetzt wurde. „Wir bieten dem afghanischen Volk Hilfe und Freundschaft an, und einen Grund zur Sorge haben nur die Taliban-Führer und Terroristen", betonte Bush.


(06.10.01 17:18) Der Vorsitzende des Bundeskomitees für Kosovo und Metohija und Mitglied des Koordinationszentrums, Momcilo Trajkovic, erklärte, die Serben würden die Wahlen im Kosovo nicht boykottieren, sondern sie hätten nicht die grundlegenden Voraussetzungen um zu den Urnen zu gehen. Trajkovic beschuldigte die internationale Gemeinschaft und die UNMIK im Kosovo, sie seien bestrebt, albanische Institutionen einzusetzen und nun würden sie nach ehrlichen, kooperativen Serben suchen, um die Legitimität für ihre Politik zu erhalten.


(06.10.01 17:13) „Ich bin enttäuscht über die westlichen Staaten, die eine weitaus größere Hilfe für unser Land versprochen haben", erklärte der Premier Serbiens, Zoran Djindjic, im Interview der Londoner Daily Telegraph und rief die westlichen Führer auf, dass sie in Zukunft nur das versprechen, was sie auch halten können. „Die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright hat uns vor zwei Jahren eine Milliarde Dollar versprochen, wenn wir das Regime von Milosevic stürzen, doch bisher bekamen wir nur einhundert Millionen Dollar", betonte Djindjic im Gespräch anlässlich des Jahrestages des Machtwechsels am 5. Oktober vergangenen Jahres in Jugoslawien, meldet BBC.


(06.10.01 17:07) Die Luftabwehr des afghanischen Taliban-Regimes eröffnete heute Feuer auf zwei Flugobjekte über Kabul, meldet Reuters. Ein nicht beim Namen genannter Vertreter des Verteidigungsministeriums teilte für Reuters mit, die Armee versuche ein Flugzeug abzuschießen, das über Kabul kreise, während das zweite Flugobjekt mit großer Geschwindigkeit verschwunden sei.


(06.10.01 16:50) Die Bergbauarbeiter von REMBAS aus Resavica, dem ältesten und größten Untertage-Bergwerk in Serbien, haben sich dem Generalstreik ihrer Kollegen aus KOLUBARA, KOSTOLAC und acht anderen Bergwerken angeschlossen, und fügten deren Forderungen neue hinzu, bestätigte der Agentur TANJUG der Vorsitzende des Streik-Ausschusses, Raka Miletic. Der Liste der Forderungen der Bergleute wurde auch jene hinzugefügt, dass in die Parlamentsprozedur die Änderung des Gesetzes über die Altersgrenze für die Rente eingefügt wird. Die Bergleute fordern, dass ihnen die Rente mit der Erfüllung einer der Bedingungen bewilligt wird, und das die Begünstigungen für die Arbeitsjahre in den Kohlebergwerken beibehalten werden.


(06.10.01 16:46) Der frühere Kommandeur der Internationalen Truppe in Bosnien, der britische General Sir Michael Rose, bestätigte, dass die Mine auf dem Sarajevoer Marktplatz Markale am 5. Februar 1995 muslimische Kräfte abgefeuert oder gelegt hätten, unter Kontrolle von Alija Izetbegovic. Rose sagte, das sei nicht das einzige Mal, dass die muslimischen Kräfte ihr eigenes Volk beschossen hätten, und fügte hinzu, er habe dem muslimischen Unterhändler, General Jova Divjak, nach der Tragödie gesagt, die Untersuchungen des Krater hätten gezeigt, dass die Mine von bosnischer Seite abgefeuert wurde.


(06.10.01 16:30) Der Glaubensführer der regierenden afghanischen Taliban-Bewegung, Mullah Mohammed Omar, befahl die Freilassung der britischen Journalistin Yvon Ridley, die vor einer Woche wegen illegaler Einreise in Afghanistan festgenommen wurde. Das Außenministerium des Taliban-Regimes teilte mit, die Regierung in Kabul sei bereit, noch weitere acht ausländische humanitäre Mitarbeiter freizulassen, unter der Bedingung, dass die USA die Drohungen gegen Afghanistan einstellen, meldet die dortige Agentur AIP.


(06.10.01 16:25) Der jugoslawische Außenminister Goran Svilanovic erklärte, das Referendum über den Beitritt zur Europäischen Union sei das Wichtigste, was bis zum nächsten Jahr getan werden sollte. Nach seiner Meinung würde ein solcher Beschluss den Weg nicht nur dieser Regierung, sondern des Volkes und Staates definieren. Die Bürger Montenegros sollten über ein Referendum über die Beziehungen der beiden jugoslawischen Republiken entscheiden, sagte Svilanovic und betonte, es wäre gut, dass die Gespräche über die Umordnung der Beziehungen innerhalb der Föderation beginnen, denn sie könnten zeigen, dass kein Referendum notwendig ist. Wie Außenminister Svilanovic sagte, werde jeder Beschluss der Bürger Montenegros in Serbien akzeptiert.


(06.10.01 16:17) Die fünftägige Debatte in der UN-Generalversammlung über Terrorismus ging ohne die Annahme einer Resolution zu Ende, und zwar wegen der unterschiedlichen Standpunkte und Spaltungen unter den Mitgliedsstaaten. UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte von allen Ländern, dass sie bei dem nächsten Ministertreffen am 10. November alle 12 Konventionen über Terrorismus annehmen und danach unterzeichnen, ratifizieren und umsetzen.


(06.10.01 16:07 ) Der UN-Sicherheitsrat rief am Freitag Abend die Serben und Albaner in Kosovo und Metohija auf, zu den Novemberwahlen zu gehen, um mit der Bildung einer provisorischen Selbstverwaltung die Schaffung einer „grundlegenden Autonomie" zu ermöglichen. Bei einer Diskussion sagte der UN-Missionschef Hans Haekkerup, es hätten sich mehr als 1,2 Millionen Menschen für die bevorstehenden Wahlen registrieren lassen, und bewertete, die Minderheiten-Gemeinschaften stünden weiterhin Sicherheitsproblemen gegenüber, und es sei noch ungewiss, ob die Serben an den Wahlen teilnehmen werden. Der stellvertretende US-Botschafter James Canninghen, forderte eine Einstellung der Gewaltakte gegen die Serben und anderen Minderheiten-Gemeinschaften, damit am 17. November auch diejenigen, die den Kosovo unter Druck verlassen mussten, zu den Wahlen gehen können.


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