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"Der große internationale Flugzeughersteller, die amerikanische Kompanie "Boeing", ist an der Erneuerung der serbischen Luftflotte interessiert", erklärte der Finanzminister Serbiens Bozidar Djelic. Nach der Sondersitzung des Weltwirtschaftsforums in Jordanien, erklärte Djelic gegenüber der Nachrichtenagentur BETA, er habe mit dem Vorsitzenden der größten Finanzinstitution in der Welt "City Group" Bill Roads gesprochen, der sein Interesse für die Anwesenheit auf dem serbischen Markt gezeigt hat. Er sagte, während der zweieinhalb Tage langen Sitzung in Amman habe er auch Gespräche mit den Regierungen in der Region gehabt, bei denen es um die Möglichkeiten der Integrierung der serbischen Wirtschaft beim Wiederaufbau des Irak und der ganzen Region ging. Nach seiner Meinung sind die Bereiche, bei denen die serbischen Geschäftsleute auf diesem Markt mitwirken könnten, das Bauwesen, der Export von Holz, Baumaterial, Metall und Kabeln.


Der Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung Jean Lemierre hat erklärt, die Situation auf dem Balkan sei viel besser als früher und dies sei nun eine friedliche Region. "Wir haben alle, einige Monate nach der Ermordung des serbischen Premiers Zoran Djindjic dieselbe Besorgnis geteilt und jetzt können wir, meiner Meinung nach, alle die Bewunderung darüber äußern, wie dieses Ereignis überwunden wurde, dessen Folgen für das Land, zum Glück beschränkt sind", sagte Lemierre vor Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. "Das ist ein Zeichen der Reife und der positiven Entwicklung der Ereignisse auf dem Balkan", sagte er und bestätigte, dass die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sich auch weiter in bedeutendem Masse auf dem Balkan engagieren wird. Die Parlamentarische Versammlung hat den Bericht über den Beitrag der Europäischen Bank zur wirtschaftlichen Entwicklung von Mittel- und Osteuropa angenommen.


Der Minister für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland Serbiens, Goran Pitic, hat erklärt, dass die Einwände der Europäischen Kommission zu einigen Teilen des Aktionsplans für die Harmonisierung der Wirtschaft im Staatenbund nicht unlösbar sind, fügte aber hinzu, dass man diesbezüglich auch Verständnis von der EU erwartet. "Es sind noch einige Fragen offen geblieben, wie z. B. wann es zur Abstimmung der Zollsätze für die landwirtschaftlichen Produkte kommen wird, wann man das Problem der Autorität des Zollbüros auf dem Niveau des Bundes lösen wird, dann das Problem des Freihandelsabkommens", sagte Pitic. Er betonte, dass die serbische und die montenegrinische Seite von der EU eine gewisse Dosis der Flexibilität bei der Lösung dieser Fragen erwarten, weil es in unserer Umgebung Beispiele dafür gibt, dass die Europäische Kommission Abkommen über die Stabilisierung und Assoziierung genehmigt hat, als das weit von der Realität war.


Der montenegrinische Finanzminister, Miroslav Ivanisevic, hat erklärt, es bestünde die Möglichkeit, dass sich die Regierung völlig der Realisierung der Reformziele widmet. "Das wird durch eine stabile Regierung und durch die Mehrheit im Parlament, wie auch durch die Systemsinstitutionen und die guten Beziehungen mit Serbien ermöglicht, welche durch das Belgrader Abkommen und die Verfassungscharta geregelt wurden", sagte Ivanisevic auf der Eröffnung eines Seminars der Wirtschaftsexperten von Serbien und Montenegro. Er hob hervor, dass die montenegrinische Regierung die Absicht hat, eine offene Wirtschaft beizubehalten und durch die Notwendigkeit der Harmonisierung mit Serbien eine offene Handelsregelung mit dem Rest der Region und Europa überhaupt zu haben.


Der Delegationschef der Europäischen Kommission in Serbien und Montenegro, Botschafter Geoffrey Barett, hat erklärt, es sei noch nicht die rechte Zeit für die Gespräche über die Unabhängigkeit von Kosovo und Metohija, und dass die Provinz auf jeden Fall ein Teil von Europa sein wird. Barett erinnerte daran, dass auf dem vor kurzem beendeten EU – Gipfel in Thessaloniki allen Vertretern der Länder der Region klar gesagt wurde, dass die Union keine Diskriminierung und Intoleranz auf dem Balkan will.


Der ehemalige Kommandant des Kroatischen Verteidigungsrates, einer paramilitärischen Einheit in Bosnien-Herzegowina, Ivica Rajic, welchen das Haager Tribunal für Kriegsverbrechen an bosniakischen Zivilpersonen im Dorf Stupni Dol in Mittel-Bosnien im Jahre 1993 angeklagt hat, wurde heute Morgen nach den Haag überstellt. Rajic wurde im April in Split festgenommen und das Zagreber Kreisgericht hat seine Auslieferung an das Haager Tribunal genehmigt.


"UNMIK – Pathologen und Experten aus Serbien haben die Exhumierung auf dem Friedhof Dragodan 2 in Pristina beendet. Dabei wurden 60 Leichen gefunden, von Serben, wie angenommen wird", erklärte der Chef des Büros für die Exhumierungen und Identifikationen des Koordinationszentrums für Kosovo und Metohija, der Pathologe Slavisa Dobricanin. Seinen Worten nach wurde festgestellt, dass die meisten Leichen Spuren von Gewalt aufweisen, wie auch, dass sie nach der Ankunft der KFOR in Kosovo und Metohija im Jahre 1999 begraben wurden.


Der Vorsitzende des Koordinationszentrums für Kosovo und Metohija, Nebojsa Covic, hat in Pristina mit dem KFOR – Kommandanten, dem italienischen General Fabi Mini, gesprochen, der ihm versprochen hat, dass die italienischen Carabinieri die Serben in Obilic, im Zentralteil von Kosovo und Metohija, schützen werden. Covic sagte den Serben in Obilic, er hätte von Mini feste Garantien bekommen, dass ihre Sicherheit verbessert wird, weil die italienischen Carabinieri aus der KFOR in allen Teilen dieser Stadt, wo es noch Serben gibt, Kontrollpunkte aufstellen und die Patrouillen intensivieren werden.


Der US – Botschafter in Serbien und Montenegro, William Montgomery, hat erklärt, dass am ersten Juli die Frist abläuft, in welcher der Staatenbund das bilaterale Abkommen über die Nichtauslieferung von US – Staatsbürgern an das ständige internationale Strafgericht hatte unterzeichnen sollen. "Falls Serbien und Montenegro dieses Abkommen nicht unterzeichnet, wird es sich für die militärische Hilfe der USA, welche von außerordentlicher Bedeutung für den Aufbau der bilateralen militärischen Beziehungen ist, nicht qualifizieren", hob Montgomery hervor.


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